Neuorganisation der Abfallwirtschaft im Landkreis Würzburg

Vorgeschichte 1998

Das Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg war im Jahr 1998 als reine Holding gestartet. Unter seinem Dach vereint waren die Kreiskrankenhaus Ochsenfurt gGmbH, die Kreisalters- und Pflegeheime Würzburg und Aub gGmbH (jetzt: Senioreneinrichtungen des Landkreises Würzburg gGmbH) sowie die bereits bestehende Allgemeine Personennahverkehrs GmbH.

Bereits nach wenigen Monaten stand die erste Reform vor der Tür: Der Kreistag änderte die Unternehmenssatzung und übertrug dem KU alle Aufgaben, die dem Landkreis nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) sowie dem bayerischen Abfallgesetz zustehen.

Damit bekam das KU die erste originäre Kompetenz. Auf dem Gebiet der Abfallentsorgung übernahm es die hoheitliche Funktion des Landkreises und trat an dessen Stelle. Ein besonders großer Bedeutungszuwachs war damit - zumindest zunächst - nicht verbunden. Der Landkreis Würzburg besaß nämlich nur eine koordinierende "Rest-Zuständigkeit", nachdem der Vollzug im Wesentlichen beim Zweckverband Abfallwirtschaft (Betrieb des Müllheizkraftwerkes Würzburg), bei einem Müllabfuhrzweckverband sowie bei den Gemeinden lag.


Neuorganisation 2004

Eine wesentliche Erweiterung erfuhr die Zuständigkeit für die Abfallentsorgung im Jahr 2004. Die Delegationsverordnung, mit der wesentliche Aufgaben an die Gemeinden und einen gemeindlichen Zweckverband übertragen waren, wurde aufgehoben. Damit wurde der Landkreis Würzburg und aufgrund der Unternehmenssatzung eine "juristische Sekunde" später das KU für die Abfallwirtschaft zuständig.

Lediglich der Betrieb des Würzburger Müllheizkraftwerkes blieb in der Zuständigkeit des Zweckverbandes Abfallwirtschaft, der von der Stadt Würzburg und den benachbarten Landkreisen Kitzingen und Würzburg getragen wird.

Umfangreiche Vorbereitungen waren erforderlich, um 52 verschiedene Systeme in neue moderne Satzungen zu integrieren. Der Widerstand vieler Gemeinden und zahlreicher Bürger, eine kritisch-loyale Haltung der Landkreis-Gremien sowie eine intensive Begleitung der Reform durch die Medien kennzeichneten das Vorbereitungsjahr 2003.

Letztlich gab der Erfolg dem KU Recht: Der Gesamtaufwand für die Abfallensorgung im Landkreis konnte um mehr als 15 Prozent gesenkt werden. Für die weitaus überwiegende Anzahl der Landkreisbürger bedeutete dies zum Teil erhebliche Gebührensenkungen.


Das vorliegende Konzept wurde aus den 52 verschiedenen gemeindlichen Lösungen erarbeitet. Es ist gelungen, eine einheitliche und nachhaltige Abfallentsorgung und Gebührenstruktur zu finden, mit der sich alle Gemeinden identifizieren können - wenngleich natürlich nicht jede individuelle Besonderheit berücksichtigt werden konnte.

Die Aufgaben wurden dem Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg übertragen, da dort bereits die Bereiche Bioabfall, Bauschutt, Grüngut und Wertstoffe angesiedelt waren.

Ein wesentlicher Einspareffekt ist bei den Verwaltungskosten erzielt worden, nachdem bislang in 52 Gemeinden getrennt verwaltet wurde und jetzt nur noch eine Stelle damit befasst ist.

Eine bessere Organisation der Müllabfuhr ist dadurch erreicht worden, dass Restmüll und Bioabfall Gemeinde übergreifend eingesammelt wird. Zeit- und personalaufwändige Leerfahrten entfallen.

Nach einem Jahr lässt sich eine erste Bilanz ziehen. Anfang September 2004 war die Gebührenveranlagung weitgehend abgeschlossen. Da sich die Ausgaben im kalkulierten Rahmen bewegen, werden die Abfallgebühren im Jahr 2005 konstant bleiben.

Fazit: Die Neuorganisation der Abfallwirtschaft hat sich bewährt.


Veränderungen im Jahre 2005

DER UMZUG

Seit Januar 2005 ist der Fachbereich Abfallwirtschaft des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg in den umgebauten Räumen des ehemaligen Müllabfuhrzweckverbandes am Veitshöchheimer Mainufer zu finden.

Damit ist eine kostensparende und effektivere Zusammenarbeit des Abfuhrbetriebes mit der Verwaltung unter einem Dach gesichert.

Die neue Anschrift lautet:
team orange
Am Güßgraben 9, 97209 Veitshöchheim
Hotline: 01 80/3 45 10 00 *, Fax: 01 80/3 45 10 10 (9 ct/min)
(* 9 ct/min aus dem dt. Festnetz, abweichende Preise aus dem Mobilfunk)

DAS NEUE LOGO
Ebenfalls seit Januar 2005 tritt der Fachbereich Abfallwirtschaft des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg, mit neuem Namen, neuem Logo sowie einem neuen Servicekonzept auf.

Unser Ziel: mehr Service für unsere Kunden. So haben wir zum Jahreswechsel die Service-Hotline 01 80/3 45 10 00 * eingeführt und das KundenCenter in Veitshöchheim neu bezogen.
(* 9 ct/min aus dem dt. Festnetz, abweichende Preise aus dem Mobilfunk)


Neuerungen 2006

Im Frühjahr 2006 haben wir die Dauergebührenmarke für die Restmüll- und Biotonne eingeführt. Insgesamt wurden so rund 88.000 Abfallgefäße etikettiert und sind ab sofort eindeutig zuordenbar. Die Marken müssen nur noch alle 5 – 6 Jahre ausgetauscht werden. Ohne Marke erfolgt keine Leerung mehr.

Im Sommer 2006 einigten wir uns mit der Fa. Kirsch und Sohn über die Einführung der Papiertonne im Jahr 2007.


Projekte 2007

Das Beste vorweg: Unsere Gebühren haben wir ab 2007 gesenkt. Grund hierfür sind die niedrigeren Verbrennungskosten, die wir somit an Sie weitergeben.

Im Jahr 2007 erhielten Sie Ihren Gebührenbescheid erstmals als "Dauer"-gebührenbescheid. Er gilt solange fort, bis sich die Gebührengrundlagen ändern.

Außerdem haben wir zusammen mit der Firma SERO die Blaue Papiertonne im Landkreis Würzburg erfolgreich eingeführt.


NEUES für das Jahr 2008

Das beste vorweg, denn das ändert sich nicht: wir konnten im Jahr 2007 für Sie die Abfallgebühren um durchschnittlich 7,5 % senken – und auch nächstes Jahr bleiben die Abfallgebühren konstant!

Unter dem Motto „Bei uns bewegt sich was!“ planen wir zur Zeit die Übernahme der Restmüll- und Bioabfuhr im südlichen Landkreis.
Das bedeutet, dass im Süden des Landkreises Würzburg die Abfuhr der Restmüll- und Biotonnen ab Januar 2008 nicht mehr über die Firma NBS/SULO erfolgt, sondern direkt durch das team orange. Wir sehen uns dann also auch im Süden wöchentlich!

Weil sich die Abfallgebühren im nächsten Jahr nicht verändern, erhalten Sie nächstes Jahr von uns KEINEN neuen Gebührenbescheid. Ihr letzter Gebührenbescheid war ein „Dauer“gebührenbescheid.
Dauergebührenbescheid bedeutet, dass dieser Bescheid neben dem aktuellen Jahr auch für die Folgejahre gültig ist. Deshalb ist die Abfallgebühr jährlich automatisch zum 15. Februar fällig.
Damit Sie die Zahlung nicht mehr vergessen können und folglich auch keine Mahnungsgebühren fällig werden, können Sie uns gerne eine Einzugsermächtigung zukommen lassen, das hierzu benötigte Formular finden Sie unter Download.



 
team orange
Am Güßgraben 9
97209 Veitshöchheim

Tel.:
01 80 / 345 1000 *
Fax:
01 80 / 345 1010 (9 ct/min)
eMail:
info@team-orange.info

KundenCenter:
Mo - Do: 8.00 bis 16.00 Uhr
Fr: 8.00 bis 12.00 Uhr

(* 9 ct/min aus dem dt. Festnetz,
abweichende Preise aus dem Mobilfunk)