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Warum Abfall nicht einfach nur Müll ist

190 Kinder nehmen am Abfallaktionstag teil.

„Das kann man doch noch verwenden!“, mehr als einmal hört man diesen empörten Kommentar, wenn Grundschülerinnen und -schüler im Rahmen des Abfallaktionstages sehen, welche Dinge auf dem Wertstoffhof angeliefert werden.

Rund 190 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Würzburg nehmen von April bis Mai an dem pädagogischen Konzept des Abfallwirtschaftsbetriebs teil. Bis zum 31. März konnten sich die Grundschulen des Landkreises für den Abfallaktionstag bewerben.

Abfallinformationstag im Müllheizkraftwerk Würzburg by Maria Bethge
An zwei Stationen lernen die Zweitklässler, wie wichtig eine sorgfältige Mülltrennung ist: Am Wertstoffhof Wöllrieder Hof in Rottendorf dürfen sie angelieferte Abfälle richtig in die Container sortieren – als Voraussetzung dafür, dass aus Altholz, Metall, Kunststoffen oder defekten Elektrogeräten wieder neue Produkte entstehen können.

Und was passiert mit den Dingen, die man selbst nicht mehr brauchen kann, die aber eigentlich noch verwendbar sind? Die Schülerinnen und Schüler waren sich einig, dass diese Dinge nicht auf den Wertstoffhof gehören und hatten stattdessen zahlreiche gute Ideen: sie zu verschenken, auf Flohmärkten zu verkaufen oder über ein Internetportal wie www.tauschmarkt-mainfranken.de Menschen anzubieten, die noch eine Verwendung dafür haben.

Hautnah erleben die Schüler schließlich auch, was mit Rest- und Sperrmüll geschieht: Im Müllheizkraftwerk werden diese Abfälle mit riesigen Greifarmen zur Verbrennung transportiert.

„Mit unserem Abfallaktionstag wollen wir die Grundschülerinnen und -schüler dafür sensibilisieren, dass sie selbst in ihrem Alltag ganz wesentlich dazu beitragen können, dass Abfälle wiederverwertet werden können – oder noch besser – gar nicht erst entstehen“, erklärt Eva von Vietinghoff-Scheel, Vorständin vom Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg und damit auch für team orange zuständig. „Die Erfahrung zeigt, dass die praktische Erfahrung hier besser greift als jede Theorie. Die Resonanz seitens der Schulen ist seit vielen Jahren positiv. Die Lehrerinnen und Lehrer berichten, dass der Besuch bei den Kindern nachhaltig Eindruck hinterlässt.“, ergänzt Alexander Kutscher, Geschäftsleiter des Zweckverbands Abfallwirtschaft Raum Würzburg. 

Bild (v.l.n.r.): Ulrike Dittmann, Susanne Gese, Eva von Vietinghoff-Scheel und Alexander Kutscher mit zwei 2. Klassen der Grundschule Eisingen-Waldbrunn im Müllheizkraftwerk Würzburg